Über mich
Hallo, ich bin Raphaela
Hallo zusammen, ich bin Raphaela. Ich schreibe, seit ich denken kann, und ich baue Brücken zwischen den Generationen.

- Heimat
- Rosenheim, Oberbayern
- Beruf
- Autorin & Lehrerin
- Podcast
- Wunder. Wissen. Weltkrieg
- Werk
- Romantrilogie
In meinen Freundebüchern stand beim Berufswunsch schon immer dasselbe: Autorin. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Heute bin ich Lehrerin, Mama eines kleinen Sohnes und schreibe jede freie Minute. Besonders faszinieren mich die Menschen hinter der Geschichte. Ihre Erinnerungen, ihre Hoffnungen und ihr Mut. Deshalb gehören spontane Zoom-Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen oder ein gemeinsamer Kaffee manchmal genauso zu meinem Alltag wie Spaziergänge in der Natur oder Zeit mit meinem Pferd.
Schon mit zwölf Jahren faszinierte mich „Das Tagebuch der Anne Frank“. Es weckte mein Interesse am Zweiten Weltkrieg, das mich bis heute nicht loslässt. Die Idee zur Romanreihe entstand bereits während meiner Schulzeit: Ich wollte die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen einem „deutschen“ Mädchen und einem „jüdischen“ Jungen erzählen.
Für die Buchtitel wählte ich Begriffe wie Liebe, Hoffnung und Sehnsucht, weil sie universelle Bedürfnisse verkörpern und daran erinnern, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist.
Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken meiner Bücher und freue mich, wenn ich dich für einen Moment in eine andere Zeit mitnehmen darf.
„Liebe, Hoffnung und Sehnsucht verkörpern universelle Bedürfnisse. Sie erinnern daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist.“
Frage & Antwort
Zwischen den Zeilen
Schön, dass du da bist. Hier beantworte ich die Fragen, die mir Leserinnen und Leser am häufigsten stellen. Über meine Bücher, meine Inspiration und die Geschichten, die mich bis heute begleiten.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich hat alles begonnen, sobald ich einen Stift halten konnte. Schon mit sechs Jahren, als ich gerade schreiben gelernt hatte, entstand mein erstes eigenes Buch. Die Geschichte bestand zwar noch aus vielen Bildern, doch eines war damals schon klar: Ich wollte Geschichten erzählen.
Während der Grundschulzeit schrieb ich meine erste kleine Kinderbuchreihe, inspiriert von meinem damaligen Lieblingsautor Thomas Brezina. Im Gymnasium folgte schließlich mein erster Fantasy-Roman. Und genau in dieser Zeit entstand auch die erste Idee zu meiner Romantrilogie, die erst viele Jahre später veröffentlicht werden sollte.
Rückblickend fühlt es sich an, als hätten mich Geschichten schon immer begleitet. Gerne schreibe ich meine Ideen und Notizen nach wie vor in Schulhefte, die ich immer dabei habe. Was früher mit Buntstiften und kleinen Zeichnungen begann, ist heute meine große Leidenschaft geworden: Menschen mit meinen Romanen zu berühren und Geschichte auf eine Weise zu erzählen, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt.
Worüber schreibst du am liebsten?
Mich faszinieren Geschichten, die auf wahren Schicksalen beruhen. Ganz besonders aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Diese Zeit lässt mich seit meinem zwölften Lebensjahr nicht mehr los. Damals las ich „Das Tagebuch der Anne Frank“. Dieses Buch hat mich tief berührt und eine Frage in mir geweckt, die mich bis heute begleitet: Wie schaffen es Menschen, selbst in den dunkelsten Zeiten, ihre Hoffnung, ihren Mut und ihre Menschlichkeit zu bewahren? Seitdem möchte ich genau diese Geschichten erzählen.
Mich interessieren nicht nur die Schlachten oder politischen Entscheidungen, sondern die Menschen dahinter. Ihre Ängste, ihre Träume, ihre Liebe und die Entscheidungen, die sie unter unvorstellbaren Bedingungen treffen mussten. Es sind genau diese Schicksale, die mich bis heute nicht mehr loslassen. Sie zeigen, wie zerbrechlich das Leben sein kann, aber auch, wie viel Stärke selbst dort entstehen kann, wo man sie am wenigsten erwartet.
Denn hinter jedem historischen Ereignis verbirgt sich ein Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich schreibe: damit diese Geschichten nicht irgendwann verstummen, sondern auch kommende Generationen berühren, bewegen und lange in Erinnerung bleiben.
Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?
Vom ersten Satz bis zum fertigen Buch vergehen bei mir rund neun Monate, fast wie eine Schwangerschaft. In dieser Zeit schreibe ich, überarbeite jedes Kapitel, recherchiere, arbeite mit dem Lektorat zusammen und feile so lange an der Geschichte, bis sie sich für mich wirklich richtig anfühlt.
Doch eigentlich beginnt ein Buch schon lange vorher. Ich sammle Ideen, recherchiere, entwickle meine Figuren und plane die Handlung. Dabei entstehen die ersten Arbeiten ganz klassisch mit Stift und Papier, noch lange bevor ich den ersten Satz am Computer schreibe. Viele Szenen, Dialoge oder Wendungen entstehen sogar erst während des Schreibens, weil meine Figuren manchmal ein Eigenleben entwickeln und mich selbst immer wieder überraschen.
Ein Buch wächst deshalb nicht nur am Schreibtisch. Es wächst über viele Tage, Wochen und Monate, bis aus einer ersten Idee eine fertige Geschichte wird, die ihren Weg in die Herzen der Leserinnen und Leser findet.
Woher nimmst du deine Inspiration?
Inspiration lässt sich für mich nicht planen. Sie begegnet mir. Am häufigsten in den kleinen Momenten des Alltags. Bei einem Spaziergang durch die Natur, am Ufer eines Sees oder wenn ich gemeinsam mit meinem Pferd die Ruhe genieße. Gerade in diesen Momenten beginnt mein Kopf, Geschichten zu erfinden. Aus einem kleinen Gedanken wächst plötzlich eine Figur, aus einer Begegnung ein ganzes Kapitel.
Manchmal genügt auch ein einziges Schwarz-Weiß-Foto, ein vergilbter Brief oder ein alter Gegenstand aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Besonders die persönlichen Erinnerungsstücke meines Großvaters, der als Frontarzt im Einsatz war, faszinieren mich bis heute. Seine alten Landkarten, seine Tagebuchaufzeichnungen und seine Gegenstände erzählen für mich Geschichten. Auch dort, wo längst nicht mehr alle Antworten zu finden sind. Gerade diese Lücken regen meine Fantasie an.
Aber die größte Inspiration ist für mich das Leben selbst. Gespräche mit Menschen, zufällige Begegnungen, ein Blick, der mehr erzählt als tausend Worte. Ich beobachte unglaublich gern und frage mich oft, welche Geschichte ein Mensch mit sich trägt.
Wie viel Wahrheit steckt in deinen Romanen?
Diese Frage bekomme ich tatsächlich sehr oft gestellt. Die Antwort: deutlich mehr, als viele vermuten. Die großen historischen Ereignisse in meinen Romanen, vom Attentat auf Hitler bis zum D-Day, entsprechen den historischen Tatsachen. Auch zahlreiche Begebenheiten aus Rosenheim und München habe ich anhand von Archivmaterial, historischen Quellen und Zeitzeugenberichten recherchiert.
Besonders persönlich wird es für mich, wenn ich auf die Geschichte meiner eigenen Familie zurückgreifen darf. Die Tagebuchaufzeichnungen, Landkarten und Marschrouten meines Großvaters, der als Frontarzt in Russland im Einsatz war, sind an vielen Stellen in meine Romane eingeflossen. Seine Wege habe ich anhand seiner Originalaufzeichnungen nachverfolgt und einige seiner Erlebnisse literarisch verarbeitet.
Auch viele meiner Figuren tragen wahre Schicksale in sich. So durfte ich beispielsweise Teile der Erinnerungen des amerikanischen Veteranen David Marshall für die Figur „Levi Sternlicht“ verwenden. Dieses Vertrauen bedeutet mir bis heute unglaublich viel und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Darüber hinaus haben zahlreiche Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen meine Romane geprägt, darunter Überlebende von Auschwitz, ehemalige Soldaten und Menschen aus meiner Heimatregion.
Der historische Rahmen basiert auf sorgfältiger Recherche, die Figuren und ihre persönlichen Geschichten sind literarisch erzählt. Viele ihrer Gefühle, Erlebnisse und Entscheidungen gehen auf Menschen zurück, die diese Zeit tatsächlich erlebt haben. Genau diese Verbindung aus Geschichte und Menschlichkeit macht für mich den Reiz eines historischen Romans aus.
Wie sieht ein typischer Schreibtag für dich aus?
Früher sah mein perfekter Schreibtag noch ganz anders aus als heute. Als ich noch Vollzeit als Lehrerin gearbeitet habe, gehörten die frühen Morgenstunden ganz allein meinen Geschichten. Oft klingelte der Wecker schon um halb sechs. Mit einer Tasse Kaffee setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schrieb zwei bis drei Stunden. Am liebsten in völliger Stille. Am frühen Morgen ist meine Kreativität am größten.
Über den Tag hinweg habe ich Ideen gesammelt, Gedanken notiert oder neue Handlungsstränge entwickelt. Die eigentliche Schreibarbeit begann für mich jedoch erst am Computer, wenn aus den kleinen Einfällen langsam ein neues Kapitel entstand.
Heute hat sich mein Schreiballtag verändert, aber ich liebe ihn genauso. Seit ich Mama bin, schreibe ich immer dann, wenn mir mein Sohn ein kleines Zeitfenster schenkt. Während seines Mittagsschlafes, wenn er zufrieden spielt oder am Abend, wenn Ruhe einkehrt. Meist beginnt mein Schreibtag inzwischen erst gegen neun Uhr, wenn das Haus langsam still wird. Schreiben ist für mich kein fester Ort mehr, sondern ein Teil meines Lebens, egal ob am Schreibtisch oder im Familienalltag.
Mit welchem Gefühl sollen Leserinnen und Leser dein Buch nach dem letzten Kapitel schließen?
Ich wünsche mir, dass meine Bücher noch ein kleines Stück nachklingen, wenn das letzte Kapitel gelesen ist. Dass sie berühren, zum Mitfühlen einladen und vielleicht dazu anregen, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen, Fragen zu stellen oder Geschichte mit anderen Augen zu betrachten.
Vor allem hoffe ich, dass meine Leserinnen und Leser aus meinen Romanen etwas mitnehmen, das weit über den Zweiten Weltkrieg hinausgeht: Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Freiheit und den Mut, auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben. Wenn eines meiner Bücher jemanden noch so lange begleitet, dann habe ich mein größtes Ziel erreicht.
Kurz gefragt
- Wer ist Raphaela Höfner?
- Ich bin Raphaela Höfner, Autorin und Lehrerin aus Rosenheim. Ich schreibe eine Romantrilogie über den Zweiten Weltkrieg und produziere den Podcast „Wunder. Wissen. Weltkrieg“.
- Was machst du beruflich?
- Neben dem Schreiben arbeite ich als Lehrerin an einer Realschule im oberbayerischen Oberland und bringe Zeitzeugen-Interviews in den Unterricht.
- Wie kann ich dich erreichen?
- Am einfachsten per E-Mail an autorin@raphaela-hoefner.de oder über Instagram (@raphaelahoefnerautorin). Ich melde mich so schnell wie möglich zurück.